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Alles auf dem Radar

30. November 2018

An den richtigen Stellen die richtigen Messungen – und dazu die richtigen Messsysteme: Als Systeminteg­rator verschiedener Hersteller deckt Rittmeyer alle Aufgabengebiete und Verfahren in der Messtechnik für die Abwasserbehandlung ab. Beim Ausbau der ARA Wasserschloss in Windisch (Schweiz) war genau das gefragt.

Die Gegend in der Region Brugg im Schweizer Kanton Aargau, wo sich die drei Alpenflüsse Aare, Reuss und Limmat vereinigen, wird auch als das «Wasserschloss der Schweiz» bezeichnet. Inmitten dieser bedeutenden Auenlandschaft liegt die Abwasserreinigungsanlage (ARA) des «Abwasserverbands Kläranlage Brugg-Birrfeld». Von dieser Umgebung erhielt die Anlage später ihren Namen: ARA Wasserschloss. 

Zwischen 2014 und 2017 wurde die in den 1960er-Jahren in Betrieb genommene Anlage für rund 33 Mio. Schweizer Franken umfassend erneuert und auf 80 000 Einwohnerwerte ausgebaut. Das ist mehr als das Doppelte der ursprünglichen Auslegung: «Wir mussten die ARA lange an der Belastungsgrenze betreiben. Mit dem Ausbau sind nun wieder genügend Reserven vorhanden», erläutert Klärmeister Armin Good.

Wichtigster Neubau und zugleich ganzer Stolz der Anlage ist der Ersatz der bisherigen, im konventionellen Belebtschlammverfahren aufgebauten biologischen Stufe durch eine ultramoderne Biofiltration. Hier werden in zwei Strassen mit jeweils acht Zellen rund 6 Mio. Kubikmeter Abwasser jährlich gereinigt. «Wir haben uns für dieses Verfahren auch deshalb entschieden, weil es im Vergleich zum konventionellen Ausbau deutlich weniger Platz benötigt», sagt Armin Good. Die ARA Wasserschloss ist umgeben von einem Naturschutzgebiet, und benötigtes Land war deshalb nur sehr schwer zu bekommen.  

«Bildlich gesprochen blieb bei dieser Sanierung kaum ein Stein auf dem anderen», wie Armin Good erzählt. Und dies betraf letztlich ebenso die Messtechnik. Die gesamte elektrische Verkabelung der Anlage wurde erneuert, fast alle Messstellen wurden dabei ersetzt oder komplett neu aufgebaut. Etwa 20 magnetisch-

induktive Durchflussmesssysteme und rund 70 unterschiedliche Füllstandsmesssysteme sind nun installiert. «Uns ist es wichtig, dass wir für den einzelnen Anwendungsfall das jeweils beste System einsetzen können. Und dafür benötigen wir Partner wie Rittmeyer, die herstellerunabhängig agieren», begründet Armin Good den Lieferantenentscheid. 

Noch wichtiger erscheint dem Klärmeister aber die persönliche Zusammenarbeit: «Natürlich sind die Technik und der Preis dafür wichtige Vergabekriterien. Kostenmässig erachte ich jedoch auf lange Sicht etwas anderes als entscheidend. Und das ist die Begegnung auf Augenhöhe mit einem interessierten Partner, der für mich erreichbar ist, der sich engagiert und unser Problem zu lösen versucht – allen Widrigkeiten zum Trotz, die es bei solchen Aufgabenstellungen einfach gibt.»