Am Montag startete der Umweltaktivist Louis Palmer mit seinem selbstgebauten, solarbetriebenen Wohnmobil seine Weltreise. Beim Startevent auf dem Campus der FHNW in Brugg-Windisch fand ein abwechslungsreiches Programm für die Öffentlichkeit statt.

Mit rund eineinhalb Stunden Verspätung traf der 18 Meter lange Solar Butterfly in Brugg-Windisch ein. Der Platzregen und der Feierabendverkehr verzögerten die Ankunft, was die Teilnehmenden jedoch nicht vom Besuch abhielt. Mit dem Solar Butterfly will der Initiator und Klimapionier Louis Palmer Schulen und die Öffentlichkeit auf der ganzen Welt für den Klimawandel und die CO2-Reduktion sensibilisieren. Dazu wird Palmer in seinem Fernsehstudio im Solar Butterfly Beiträge über nachhaltige Innovationen produzieren und diese über Social Media und die Webseite publizieren. So will er während vier Jahren rund 90 Länder besuchen und über 150’000 Kilometer zurücklegen. Am 12. Dezember 2025 wird Palmer mit seinem Gefährt in Paris am 10. Jahrestag des UNO-Klimaabkommens eintreffen und die Lösungen seiner Reise übergeben. Das Tiny House wird zum grössten Teil aus sehr leichtem und neuartigem Ozean-Kunststoff hergestellt. Dieser besteht aus rezyklierten PET-Flaschen, welche aus dem Meer gefischt wurden.

Vertreter aus der Wirtschaft, Politik und Forschung

In Brugg-Windisch wurde Palmer vom Aargauer Regierungsrat, Dr. Markus Dieth, und dem CEO der BRUGG Group, Dr. Stephan Wartmann, empfangen. Beide sind von Palmers Engagement und dem Solar Butterfly begeistert. Dieth betonte die Wichtigkeit solcher Pionier-Projekte und war beeindruckt, wie man ohne CO2-Emissionen reisen, leben und arbeiten kann. Auch der CEO der BRUGG Group, Dr. Stephan Wartmann, betonte die Wichtigkeit von neuen, nachhaltigen Innovationen. «Wir sind überzeugt, dass die Ideen und Technologien vorhanden sind. Mit tiefgreifenden Innovationen können wir gemeinsam die Energiewende schaffen», erklärte Wartmann.
Vor der Ankunft berichtete Dr. Peter Morf vom Hightech Zentrum Aargau über die Geschichte und Zukunft des Solarstroms und der E-Mobilität. Die knapp 80 Besucher:innen aus der Region, der Politik und Wirtschaft bekamen so einen interessanten Einblick in die Bedeutung des Solar Stroms. Der Solarstrom ist auch das Herzstück des Tiny House. Per Knopfdruck entfaltet es seine 80 Quadratmeter grosse Solar-Flügel. Mit dem produzierten Strom kann Palmer täglich rund 200 Kilometer zurücklegen – ohne CO2-Emissionen.

Im Inneren des Solar Butterflys befindet sich ein Videostudio, aus welchem Palmer über nachhaltige Innovationen berichten und Klimapioniere treffen wird.

Palmers zweiter Streich

Bereits vor 15 Jahren hat Palmer eine Weltpremiere gefeiert – als erster Mensch umrundete er mit einem solarbetriebenen Auto die Welt. Mit dem Solar Butterfly wird er viele der gleichen Orte erneut zu besuchen, um zu sehen, wie sie zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. «Ich will zeigen, dass es Lösungen gegen den Klimawandel gibt», sagt Palmer.

BRUGG Group unterstützt Palmers Projekt

Der 18 Meter lange Solar Butterfly wurde zusammen mit der Hochschule Luzern entwickelt. Mit der BRUGG Group ist auch eine Aargauer Unternehmung am Projekt beteiligt. Das Tochterunternehmen BRUGG eConnect liefert Kabellösungen und unterstützt das Projekt mit ihrem Kabel-Knowhow. Das Windischer Unternehmen entwickelt und produziert Kabellösungen für die E-Mobilität, Windenergie und Industrie. «Es freut uns riesig, dass wir dieses Pionier-Projekt mit unseren Kabellösungen unterstützen können. Dass der Startevent nun bei uns in Brugg-Windisch stattfindet, ist fantastisch!», sagt David Jägle, Communications Manager der BRUGG Group.

Stephan Wartmann, CEO der BRUGG Group, und David Jägle, Communications Manager, freuen sich über die Ankunft des Solar Butterflys.